Morgen, am 13. November 2008, wird Südkalifornien drei Minuten lang von einem Erdbeben der Stärke 7.8 heimgesucht. Tausende Menschen sterben, hunderttausende Menschen werden obdachlos, die Infrastruktur wird zusammenbrechen, die Versorgung mit Lebensmitteln ebenso. Was sich wie ein Katastrophenfilm anhört, wird morgen Realität.
Zumindest testweise. Der US Geological Survey (USGS) veranstaltet morgen die weltweit größte Erdbebenübung. Mehr als 5 Millionen Kalifornier haben sich offenbar bereits für diese Katastrophenübung angemeldet. Die Wissenschaftler des USGS gehen davon aus, dass ein Erdbeben entlang der St. Andreas-Störung längst überfällig ist. Sie möchten die Kalifornier mit dieser Massenübung auf die potentielle Gefahr vorbereiten und trainieren, wie ihr begegnet werden kann. Mit einer großen Werbekampagne, einem Blog und einer umfangreichen Website wird seit Monaten dazu aufgerufen, sich am so genannten “Great Southern California ShakeOut” zu beteiligen. Das Promotionvideo ist einfallsreich und provokant:
Jürgen Schönstein berichtet, dass die Registrierungszahlen für die Katastrophenübung erst seit dem 29. Juli 2008 sprunghaft anstiegen – an diesem Tag bebte die Erde in Südkalifornien mit einer Stärke von 5,4. Bleibt zu hoffen, dass die Übung morgen wirklich dazu beiträgt, im Falle eines Erdbebens Leben, Gesundheit und Hab und Gut der Südkalifornier zu schützen.
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