Vor vier Tagen hatte ich von einem Zeitungsartikel berichtet, der sich einem offensichtlich neu entdeckten Molybdänvorkommen im Erzgebirge widmet. Kurz darauf erhielt ich eine Nachricht von Prof. Wolfgang Schilka, der dieses Vorkommen untersucht und auch in der Zeitungsmeldung zitiert wurde. Mit seiner Erlaubnis veröffentliche ich an dieser Stelle seine Ergänzungen:
Das Mo-Vorkommen Sadisdorf hat mit der Kupfergrube nichts zu tun. Es gehört eher zur Löwenhainer Greisenzone. Mit 5 Bohrungen und über 150 Einzelanalysen ist das Vorkommen bisher erkundet. Es ergibt nach ersten Berechnungen ca. 7 Mio t Roherz mit 0,11% Mo, also 5 x höher als Altenberg.
Da die Bohrungen sowohl von der Wismut(1984) als auch von GFE (1988) stammen, dürften Analysenfehler ausgeschlossen sein.Vorgestellt wurde das Vorkommen auf dem 4. Sächsischen Rohstofftag. Warum es in der Vergangenheit übersehen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Ist aber kein Einzelfall. Es gibt noch mehr davon im Erzgebirge, wo in der Vergangenheit an verdeckten Strukturen unsere Altvorderen wegen fehlender Hilfsmittel vorbeigegraben wurde oder kein Verwendungszweck für den Rohstoff bestand.
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