Lithium oder “Li” läuft uns im Alltag meist nur über den Weg, wenn wir den Blick auf die Akkus in unseren Handys, Notebooks oder Digitalkameras schweifen lassen. Dass das Element Lithium ein äußerst vielfältiger, aber vor allem knapper Rohstoff ist, wird uns dabei selten bewusst. Zuspitzen wird sich die Lithiumknappheit außerdem durch Hybridfahrzeuge, die in nächster Zeit bereits in Großserie gebaut werden sollen und natürlich Lithium-Ionen-Akkus benötigen.
Der Freiberger Chemiker Prof. Wolfgang Voigt (r.) untersucht mit Prof. Jens Gutzmer (l.) und Prof. Hans Jürgen Seifert (M.) am Rasterelektronenmikroskop einen Granit mit Zinnwaldit. Das Mineral aus dem Erzgebirge enthält Lithium, das in Batterien der neusten Generation zum Einsatz kommt. (Foto: TU Bergakademie Freiberg / Detlev Müller)
Wie ist also mit dem Rohstoff Lithium umzugehen? Wie können die vorhandenen Ressourcen effektiver abgebaut und neue Vorkommen erschlossen werden? Welche Materialien und Technologien können eingesetzt werden, um die Akkumulatoren effizienter arbeiten zu lassen? Diesen und vielen anderen Fragen geht nun eine Forschungsinitiative der TU Bergakademie Freiberg nach. Fünf Fakultäten werden in den nächsten Jahren gemeinsam mit Partnern aus der Industrie im Rahmen eines DFG-Schwerpunktprogramms und auch darüber hinaus am Lithium forschen.
Interessant ist, dass dabei auch das Erzgebirge für Lithium lagerstättengeologisch neu bewertet werden soll. Weltweit bekannt ist das Lithium führende Glimmermineral Zinnwaldit – benannt nach Zinnwald im Osterzgebirge. Dieses und weitere Vorkommen, die häufig an so genannte Lithium-Fluor-Granite gebunden sind, sollen im Rahmen der “Lithium-Initiative” untersucht werden.
Wie umfangreich das Vorhaben der TU Bergakademie angelegt ist, kann hier und hier nachgelesen werden.
[...] hatte bereits im Mai über eine an der TU Bergakademie Freiberg neu gegründete Forschungsinitiative berichtet, [...]