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Medizinische Geologie

An der Uni Jena, am Institut für Geowissenschaften, wurde am 1. Mai das Deutsche Büro der Internationalen Gesellschaft für Medizinische Geologie (International Medical Geology Association, IMGA) eröffnet. Die Pressemitteilung der Uni hält alle wichtigen Informationen dazu bereit.

Interessant ist, dass die Verbindung von Medizin und Geologie in Deutschland kaum bekannt oder zumindest kaum verbreitet ist. Eine Sucheingabe in Google (auch wenn das nicht immer aussagekräftig ist) bringt im Prinzip keine relevanten Treffer – bis auf die Pressemitteilung der Uni Jena.

Das heißt jedoch nicht, dass nicht bereits an der Schnittstelle Medizin – Geologie geforscht würde. Immerhin sind viele medizinische Produkte indirekt und oft auch direkt von Rohstoffen und deren Eigenschaften abhängig. Scharen von technischen Mineralogen und auch Umweltanalytikern haben sich im Prinzip der medizinischen Geologie verschrieben.

Folgt man der Pressemitteilung, wird sich das Deutsche Büro der IMGA nicht vordergründig der medizinischen Nutzung geologischer Rohstoffe bzw. deren Eigenschaften verschreiben. Vielmehr spielt die durch die geologische Umgebung auf den Menschen ausgeübte Belastung, in Form von Fasern, Stäuben von Gesteinen und Böden, eine große Rolle.

In diesen Zusammenhang passt auch eine Meldung, die vor einigen Tagen die Runde machte: Englische und Chilenische Wissenschaftler hatten Asche des im Mai 2008 ausgebrochenen Vulkans Chaitén untersucht und festgestellt, dass in der Asche lungengängige Cristobalitnädelchen enthalten waren. Diese Nädelchen könnten nach Aussagen der Forscher ähnlich wie Asbestfasern zu Krebs führen.

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Eine Antwort zu “Medizinische Geologie”

  1. Michael BW sagt:

    Klingt nach einer interessanten Wiederentdeckung.

    Mir scheint allerdings, als sei die Perspektive eher mineralogisch denn geologisch.

    Unter den “-geologien” ist “Wehrgeologie” mein Favorit – es gibt ein altes Lehrbuch zu dem Thema, das an manchen Unis noch in Klassensatzstärke vorhanden ist…

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