Nachdem in den vergangenen Wochen bereits Indium, Molybdän und Lithium aus dem Erzgebirge in den Schlagzeilen der regionalen und überregionalen Presse zu finden waren, kommt heute ein weiterer Rohstoff hinzu: Gold. Wieder einmal berichtet die Sächsische Zeitung über Dr. Thomas Seifert von der TU Bergakademie Freiberg, der bis zu 9 Gramm Gold pro Tonne Gestein in den Erzen Freibergs und einer Zinnlagerstätte im Erzgebirge nachgewiesen hat – natürlich nur in einigen Proben und bisher ohne zu generalisierende Aussagekraft für den Distrikt Freiberg oder gar das gesamte Erzgebirge, aber das kommt in den Meldungen, die mittlerweile in diversen Medien und auch in Blogs kursieren, nicht oder kaum zur Sprache.
Passend zur medialen Gold-Euphorie, die vermutlich gerade erst ausbricht und morgen oder übermorgen ihren Gipfel erreichen wird, hat das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)eine Sachstandsinformation über Gold in Sachsen online veröffentlicht (nebenbei: auch über Lithium existiert mittlerweile eine “Sachstandsinformation” für Sachsen). Darin wird vor allem auf Seifengold eingegangen. Interessant ist, dass Betreiber von Kies- und Sandgruben in Ablagerungen alter Flussläufe (hier die Elbe) mit Gold als Nebenprodukt ihre Einnnahmen aufbessern können. Ähnlich sieht übrigens auch Dr. Seifert die Rolle des Goldes im Erzgebirge. Ein Bergbau nur auf Gold scheint ihm irrealistisch – mit Gold als Nebenprodukt, beispielsweise beim Zinnabbau, könnte sich die Goldgewinnung jedoch durchaus lohnen.
Nachtrag (10.06.2009): Mittlerweile haben (wie vermutet) auch andere Medien nachgezogen, so z.B. hier und hier.
Tags: Dr. Thomas Seifert, Erzgebirge, Gold, Indium, LfULG, Lithium, MolybdÀn, SÀchsische Zeitung, TU Bergakademie Freiberg, Zinn
Die Dt. Rohstoff AG berichtet, daß ein australisches Bergbauunternehmen Erkundungsbohrungen im Erzgebirge nach Gold unternimmt. Mich würde interessieren wo? Besten Dank für eine Info.Mit freundlichem Gruß W. Dombrowsky.