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Steine auf der Schmugglerpiste. Impressionen aus der algerischen Wüste

Von Silvio Janetz

Als ich in die Sahara kam, begriff ich, dass ich die wahre Wüste bereits hinter mir gelassen hatte. Paris ist für das Herz oft eine Wüste, schreibt Albert Camus. Nicht umsonst fegen die Sandstürme über die Alpen hinweg, um die Straßen und Plätze Europas mit feinem Wüstenstaub zu bedecken. Und ich verstand diesen Satz nie besser als in dem Augenblick als die beiden Toyotas Djanet, die kleine Oasenstadt im Südosten Algeriens, verlassen hatten, um in die unendlich reichen Sandmeere und Felsformationen der Sahara einzutauchen. Die südliche Hoggar-Umfahrung von Djanet über den Erg d´Admer, das Oued Tadant und das Tassili-n-Ahaggar bis nach Tamanrasset zählt zu den landschaftlich reizvollsten, aber auch einsamsten Pisten der algerischen Sahara. Besonders beeindruckend war für mich die Lebendigkeit der Wüste.

Wer – wie ich – anfänglich glaubte, in der Sahara nur Wind, Sand und Sterne zu finden, sollte bald vom Reichtum der Sahara überwältigt werden: von Schwarzkäfern, die die Dünen hoch sausen, von den bunt blühenden Pflanzenteppichen der Oueds (Wadis), die den Dromedaren Nahrung bieten, von den zahlreichen Schwalben, Steinschmätzern und Wüstengrasmücken, die an jedem Brunnen auf uns zu warten schienen, von den scheuen Gazellen, die wie Pfeile durch die Luft schossen, sobald wir uns näherten, und von den Wildeseln, die jedes Fotoshooting gleichgültig hinnahmen.

Übersichtskarte Südalgerien mit Exkursionsroute

Übersichtskarte Südalgerien mit Exkursionsroute

Die geologische Exkursion unter Leitung von Michel Bestmann, eines Geologen aus Erlangen, führte uns – eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe aus an Geologie interessierten Menschen – zunächst ins Tassili n´Ajjer, einem rund 500 Millionen Jahre alten Sandsteinplateau nördlich von Djanet, das im Laufe der Erdgeschichte von unzähligen Flussläufen zerfurcht worden war und nunmehr seit vielen tausend Jahren trocken liegt. Durch Erosion und Windschliff bilden sich hier bizarre Felstürme heraus, die dem gesamten Nationalpark Tassili n´Ajjer sein unverkennbares Erscheinungsbild verleihen. Am nächsten Tag fuhren wir zurück nach Djanet, um über die Route südlich des Hoggar-Gebirges nach Tamanrasset zu gelangen. Da die Strecke in der Vergangenheit vielfach von Zigarettenschmugglern und illegalen Einwanderern aus Zentralafrika benutzt wurde, erhielt sie den denkwürdigen Namen “Schmugglerpiste”. Zum Glück war die Schmugglerpiste aber schmugglerfrei, sodass die landschaftliche Schönheit dieser abgelegenen Strecke beinahe durch nichts getrübt wurde, wenn man von den Spuren zweier algerischer Militärrazzien gegenüber Einwanderern aus dem Niger absieht, die im Sand abzulesen waren. Der Anblick weggeworfener Habseligkeiten wie Wasserflaschen, Medikamente, Familienfotos, Klamotten und Schuhe geht an die Nieren: Zerplatzte Lebensträume im Wüstensand.

Spuren einer Militärrazzia im Erg d´Admer bei Djanet

Spuren einer Militärrazzia im Erg d´Admer bei Djanet

Die Überquerung des Erg d´Admer, in dessen sanft gewellten Sanddünen hin und wieder Hügel oder Bergrücken aus Granit und Gabbro auftauchen, dauert etwa vier Tage. An den Ufern der Oueds, die sanft durch die Sahara fließen, türmen sich meterhohe Sandwellen, die vor Sonnenuntergang die Farbe reifer Orangen annehmen. Unmerklich geht das Erg in eine schroffe Schuttebene über, braun verwitternde Gesteine erschweren die Fahrt. Langsam umschiffen die Toyotas jeden Stein. Am Abend, als die Windgeschwindigkeit zunimmt, bietet uns ein malerischer Felskrater Schutz: Tin Ghoras, ein Granit-Ringkomplex, thront wie ein frisch gelandetes Ufo in der weiten Sandebene. Als die Nacht einkehrt, blicke ich lange in den dunklen Ozean über mir, in dem Millionen von phosphoreszierenden Organismen zu schwimmen scheinen. Dass der Pfefferminztee, der in ganz Algerien so kunstvoll zubereitet wird, ein wahres Aufputschmittel ist, hatte ich bereits nach meiner Ankunft in Djanet herausgefunden. Dennoch kann ich dem köstlichen Tee nicht widerstehen: Es folgt eine schlaflose Nacht unter dem traumhaft schönen Sternenhimmel von Tin Ghoras…

Am nächsten Tag folgten wir dem Oued Tirinine nach Südwesten, einer kargen Regfläche, auf der es der Karte nach einen Brunnen geben soll. Der hässliche Betonklotz inmitten des von Müll übersäten Talkessels ist tatsächlich ein Brunnen. Meine Wüstenromantik schwindet dahin: aman iman. Wasser ist Leben, sagen die Tuaregs. Sie haben Recht; ich nehme einen Schluck von dem Wasser und wundere mich wie frisch und kühl es ist. Offenbar bietet die große Scherzone zwischen Sahara- und Latea-Metakraton genügend Wegsamkeiten für einen Grundwassernachfluss. Wir verlassen den Brunnen Tirinine und passieren das Oued Honadj, eine weite Savannenlandschaft aus Akazien und kniehohen Büschen: Nach nur fünf Stunden Fahrt erreichen wir einen weiteren Brunnen, der sich hinter einer schmalen Felsschlucht versteckt hält. Hier treffen wir zum ersten Mal auf Nomaden. Eine Mutter, die gemeinsam mit ihren beiden Töchtern eine Eselherde mit Wassersäcken belädt. Die Frau beobachtet jeden unserer Schritte, die beiden Mädchen schauen sich an und kichern. Komische Situation. Takhlid, unser algerischer Führer, verhüllt sein Gesicht mit dem Schesch, bevor er zu den Frauen auf Tamaschek spricht. Das gebietet die Höflichkeit. Ob wir Fotos machen dürften? Die Siebzehnjährige sagt: Klar, fünfzig Euro pro Bild. Als Takhlid übersetzt, müssen wir alle lachen. Der Bann ist gebrochen, aber Fotos machen wir trotzdem keine mehr.

Verlassenes Nomadenlager im Oued Honadj

Verlassenes Nomadenlager im Oued Honadj

Unser Weg windet sich nun durch eine eindrucksvolle Bergkette, die aus präkambrischen Gesteinen aufgebaut wurde. Plötzlich offenbaren die Felsen eine unerwartete Farbenpracht. Rötliche Sandsteine, violettfarbene Kalksilikate und hellblaue Marmore säumen das Ahadschar-Tal; die Gesteinsabfolgen sind stark deformiert und zeigen schöne Kofferfalten. Am Ausgang des Tals fahren wir nach Süden ins Takizarouet Oued und versuchen uns mit Hilfe des Kartenmaterials durch ein Tal zu schlängeln, von dem wir nicht wissen, ob wir überhaupt durchkommen werden. Die algerischen Führer bleiben bis zum Schluss skeptisch. Als sich jedoch vor uns der von Felswänden umschlossene Talkessel öffnet, lachen sie über unsere europäische Entdeckermentalität. Sie brauchen für die tausend Kilometer von Djanet nach Tamanrasset keine Karte, die ihnen den Weg weist. Die verschlungenen Routen durch die Wüste haben bereits ihre Vorfahren genommen. Anstatt auf GPS und Satellitenkarten verlassen sie sich auf ihren eigenen Orientierungssinn. Sie misstrauen unseren Routenvorschlägen, aber am Ende lassen sie uns meistens großzügig gewähren. Wenn alles schief geht, scheinen sie zu denken, wird uns ihr Wissen um markante Bergkuppen und den Verlauf der Sonne aus der Wüste zurückführen.

Präkambrischer Marmor im Ahadschar-Tal

Präkambrischer Marmor im Ahadschar-Tal

Nachdem wir das Oued Tadant nach Süden hin verlassen, öffnet sich eine breite Ebene; die TĂŞhĂ©-n-Arene ist von den ersten Sandsteinplateaus des Tassili-n-Ahaggar umgeben. In der Ferne weht ein Sandsturm über die weite Ebene. Wahrscheinlich war es ein Fehler, das Lager in einem Seitental der TĂŞhĂ©-n-Arene aufzuschlagen. Denn am nächsten Morgen, kurz nach Sonnenaufgang, setzte ein heftiger Wind ein. Allmählich beginnt die bodennahe Luftschicht zunächst Staub und später Feinsand aufzunehmen, um ihn daraufhin stundenlang durch die Luft zu peitschen. Autos und Zelte sind unaufhörlich einem jaulenden Sandstrahlgebläse ausgesetzt. Der Morgenkaffee ist voller Silikat. Der Sand kriecht durch die Topfdeckel in die Milch, und das Müsli sedimentiert auch zu. Jetzt heißt es Ruhe bewahren. Die einzige deutsche Zeitung, drei Wochen alt, wird begeistert angenommen. Irgendwie habe ich mir meinen ersten Sandsturm anders vorgestellt. Als ich Mokhtar, unseren algerischen Führer, frage, wie lange so ein Sandsturm maximal dauern kann, antwortet er, eine Woche. Ich stelle mir vor, wie wir sieben Tage lang im Zelt verbringen müssen und knirschend sandiges Essen zu uns nehmen, weil es einfach zu gefährlich ist, mit den Autos durch den Sandsturm zu fahren. Als ich das Zelt verlasse, jagt die gelbe Silikatwolke immer noch mit 50 km/h über den Boden. Und über uns ist der Himmel strahlend blau…

Sandsturm in der Têhé-n-Arene

Sandsturm in der Têhé-n-Arene

Am späten Nachmittag, als der Sandsturm abflaute, verließen wir die TĂŞhĂ©-n-Arene und fuhren weiter nach Süden ins Oued Ti-n-TârabĂ®ne, an dessen westlichem Ufer das eigentliche Tassili-n-Ahaggar beginnt. Knollenförmige Sandsteinfelsen lugen wie riesige Pilze aus dem gelben Dünensand; die meisten von ihnen zeigen einen ausgeprägten Schildkrötenpanzer, einer häufigen Verwitterungsform von Sandsteinen. Zahlreichen Felstore und Felsnischen lassen das Tassili-n-Ahaggar wie ein endloses Labyrinth erscheinen. Viele Felsformationen erinnern ihrer Form nach an versteinerte Lebewesen: Ziegen, Esel, Elefanten und Schildkröten scheinen die Wächter dieses bizarren Irrgartens zu sein. An den Sandsteinfelsen gibt es eine Vielzahl an Gravuren. Während wir uns die schönen Rinderzeichnungen im Oued Ti-n-TârabĂ®ne ansehen, gelingt es zwei weidenden Dromedaren, unsere Aufmerksamkeit zu wecken. Offenbar sollen wir endlich begreifen, dass sie im Gegensatz zu den archaischen Rindern die wahre Touristenattraktion sind. Wir sehen es ein und starten eine ausgedehnte Fotosession, die sie voller Genugtuung über sich ergehen lassen. Wir folgen dem Oued Ti-n-TârabĂ®ne nach Südwesten. Allmählich öffnet sich vor uns die Sandebene von Abeggi; im Südwesten sind bereits die Formationen des Tassili-n-Ahaggar zu erkennen. Als Orientierung auf dieser unendlich weiten Sandfläche dienen nun ausgemusterte Ölfässer, die, wie die Einschusslöcher zeigen, nach guter alter Wildwestmanier als willkommene Zielscheibe für manch gelangweilten Sahara-Cowboy dienen. Am Horizont verschwimmen pastellfarbene Seenlandschaften im flirrenden Wüstenhimmel. Der Abeggi ist ein magischer Orte: Ein Ort ohne Zeit.

Ölfass als Pistenmarkierung im Oued Ti-n-TârabĂ®ne

Ölfass als Pistenmarkierung im Oued Ti-n-TârabĂ®ne

Im Windschatten des Tassili-n-Ahaggar tauchen die ersten Barchandünen auf, die uns wie gelbe Riesenskorpione im Oued Tagrira auflauern. Am Fuß der Dünen gibt es eine klare Begrenzung zwischen dem groben Oued-Sand der Ebene und dem feinen Dünensand. Barchandünen zählen zu den schönsten Bauwerken des Windes – als hätte die Natur alle Kraft aufgewandt, um ein altes Trockenflussbett mit ihnen zu krönen: Die majestätischen Barchandünen kommen nur in Gebieten mit Sandmangel vor und könnten im Oued Tagrira mehrere Tausend Jahre alt sein. Nach einem weiteren Tag im Tassili-n-Ahaggar brechen wir nach Norden auf: 200 km durch namenlose Landschaften zwischen dem Tassili im Süden und dem Hoggar-Gebirge im Norden. Eine endlose Sandebene verlassend, passieren wir am Morgen das Oued Igharghar. Die von heftigen Regenfällen im vergangenen Jahr hervorgerufenen Schichtfluten machen das Tal beinahe unpassierbar. Grobe Gerölle, Tonablagerungen und Baumstämme sind die Überreste eines Schlammstromes, der das Tal innerhalb kurzer Zeit überrollt haben muss. Weiter im Norden müssen durch den Schlammstrom ganze Gärten weggespült worden sein. Wir finden versiegte Brunnen und eine Vielzahl verlassener Hütten, die allesamt in einem ursprünglich fruchtbaren Oued liegen. Die Bewohner sind in ein benachbartes Tal umgezogen und haben neue Gärten und Brunnen angelegt… Allmählich gehen die Lebensmittelvorräte zur Neige, vor allem das Wasser wird nur noch einen Tag reichen. In der Gegend gibt es jedoch gleich mehrere Brunnen, von denen wir sogar die GPS-Daten haben. Am Ende des Tages landen wir in einem Labyrinth aus Gneisen und Graniten, dem wir in engen, kurvenreichen Schluchten zu dem nötigen Brunnen folgen müssen. Die GPS-Punkte sind eine gute Sache. Man kann genau auf der Karte bestimmen, wo der Brunnen liegt. Nur die Bergrücken verstellen uns hartnäckig alle ausgetüftelten Wege. Schließlich finden wir nach einer wahren Odyssee im Oued Tehart den lang ersehnten Brunnen; hier gibt es auch ein kleines Dorf. Freundlich und voller Würde begrüßt uns ein alter Tuareg, um den sich eine Gruppe neugieriger Kinder schart. Vor einem rötlich-violetten Sonnenuntergang sind die Schatten zweier Targia zu sehen, die eine Ziegenherde nach Hause treiben. Bellend umkreisen uns zwei Hirtenhunde. Da Fremde hier nicht oft vorbei zu kommen scheinen, ist die Freude über diese unerwartete Begegnung auf beiden Seiten groß.

Brunnen im Oued Tehart

Brunnen im Oued Tehart

Am nächsten Morgen verlassen wir das Oued Tehart und fahren weiter nach Tamanrasset, der Hauptstadt des Hoggar. Autos, Müll und Telefonmasten sind die ersten Vorboten der Zivilisation, die uns in Tamanrasset mit geballter Ladung treffen. Nach dreiwöchiger Abgeschiedenheit in der Sahara sind der Lärm der Straßen, die bevölkerte Innenstadt, die grellen Farben und das Stimmengewirr der Märkte kaum zu ertragen. Am Nachmittag schreibe ich im InternetcafĂ© von Tam ein paar Emails nachhause. Danach schlendern wir zum Markt, um nach Souvenirs Ausschau zu halten. Die Auswahl an dargebotenen Mitbringseln ist groß, aber unsere Unentschlossenheit etwas auszuwählen ist noch größer. Am Abend, nach einem längst überfälligen Bad im Hamam, sind wir einmal mehr überwältigt von der Gastfreundschaft unserer algerischen Freunde: Uns wird ein unvorstellbar köstliches Mahl aus Gemüse, Salat, Hühnchen und Reis serviert, und anschließend gibt es wiederum von dem süßen Pfefferminztee.

Nördlich von Tamanrasset erwartet uns eine schroffe Vulkanlandschaft, in der Pflanzen und Tiere kaum eine Überlebenschance besitzen. Die Schlotfüllungen früherer Vulkane erinnern an unheimliche Monumente, die die Basaltdecken durchspießt haben. Wir fahren zum Assekrem, dem berühmten Aufenthaltsort von Pater Foucauld, in 2585 Metern Höhe. Die Temperatur nimmt spürbar ab, allmählich schiebt sich eine dunkelgraue Wolkendecke vor die Sonne. In der Ferne bauen sich gigantische Mauern aus Felsnadeln vor uns auf. Das Hoggar ist in Wahrheit ein entfernter Planet, von dessen befremdlicher Kulisse man unweigerlich angezogen wird: Ein Ort von verstörender Schönheit. Bevor die Sonne untergeht, erreichen wir die Schutzhütte am Assekrem. Ein kalter Wind pfeift durch die Tür- und Fensterritzen der einfachen Steinhäuser, in denen wir unser Nachtlager herrichten. Uns friert. Und manchmal huscht eine Maus durch den Nebenraum. Deprimierendes Quartier. Als aber aus dem Saal des gegenüberliegenden Gebäudes Trommeln zu hören sind, gehen wir neugierig zu dem Haus hinüber und lassen uns in dem mit prachtvollen Wandteppichen geschmückten Raum nieder, um an der spontanen Musiksession einiger Tuaregs teilzunehmen. Natürlich gibt es auch hier von dem köstlichen Tee: Der Abend gerettet.

Blick vom Assekrem auf das Hoggargebirge

Blick vom Assekrem auf das Hoggargebirge

Am anderen Tag verlassen wir den Assekrem und tauchen in eine bizarre Welt aus schroffen Felsen und schokoladenbraunen Geröllebenen ein. Die Fahrt im Schildkrötentempo über die ausgewaschene und von Gesteinsbrocken übersäte Piste zum Atakor ist nicht bloß anstrengend, sondern geradezu halsbrecherisch. Doch der Ausblick auf die phantastischen Phonolithsäulen des Hoggargebirges belohnt für alle Mühen. Am Nachmittag fahren wir zurück und schlagen unser Lager erneut in der Nähe des Assekrems auf. Als am späten Abend der Vollmond sein Licht auf eine kunstvoll gezackte Felswand wirft, verstummen mit einem Mal die Gespräche am Lagerfeuer. Voll Wehmut betrachte ich das Schauspiel des Mondaufganges. Es ist unser vorletzter Abend in der Sahara, bevor wir nach Hause zurückfliegen werden. Man kommt nie zum ersten Mal in die Wüste, und wenn man sie verlässt, verlässt man sie nie ganz.

Literatur

Algerische Sahara, Hrsg: Gerhard Göttler, Erika und Klaus Därr, Bielefeld 2002
Biologie der Sahara, Hrsg: Peter Dittrich, Frankfurt am Main 2005
Busche, Detlef: Die zentrale Sahara, Gotha 1998
Camus, Albert: Hochzeits des Lichts. Heimkehr nach Tipasa, Zürich 2000
Dayak, Mano: Geboren mit Sand in den Augen, Zürich 1998
Saint-ExupĂ©ry, Antoine de: Der kleine Prinz, Düsseldorf 2000

(Dieser Text ist am 21.04.2006 auf der alten Version von geoberg.de erschienen und wurde übernommen.)

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