Von Friedhart Knolle
BUND-Kreisgruppe Goslar (Hrsg., 2008): Von Wöltingerode zum Muschelkalkkamm – Der Harly. – Goslar [Redaktion: F. KNOLLE]
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Der nordwestlich von Vienenburg am Nordrand der Klassischen Quadratmeile der Geologie gelegene Höhenzug des Harly ist aus geologischer und naturkundlicher Hinsicht bemerkenswert. Der halotektonisch gebildete Schmalsattel des Harly verläuft etwa parallel zum Harz. Im Westteil ist durch des Aufstieg des Salzes und die damit verbundene Heraushebung eine mesozoische Abfolge vom Unteren Buntsandstein bis zum Oberen Muschelkalk aufgeschlossen. Auf der Südseite des Harly befinden sich Relikte des ehemaligen Vienenburger Kalibergwerks Hercynia, das im Salzstock des Harly angelegt war. Mit der Gründung der Gewerkschaft Hercynia begann die rasante Entwicklung des deutschen Kalibergbaus außerhalb des Staßfurter Raumes, auf deren Höhepunkt es im Ersten Weltkrieg rund 200 fördernde Kalischächte gab. Die Geodiversität des Harly ist die Grundlage für eine überregional bekannte schutzwürdige Flora und Fauna. Konsequenterweise ist der Höhenzug Landschaftsschutzgebiet und Teile des Harly gehören als FFH-Gebiet zum europäischen Biotopverbundsystem Natura 2000. Ein vorgeschichtliches und historisches Kapitel sowie ein umfangreiches Literaturverzeichnis runden die Broschüre ab.
(Dieser Text ist am 10.02.2009 auf der alten Version von geoberg.de erschienen und wurde übernommen.)
Tags: Broschüre, Harly, Harz, Muschelkalk, Wöltingerode