
Calcit-Kristalle mit hexagonalem Prismen und Rhomboederflächen, Dolomit-Tagebau Lisija, Magnitogorsk, Südural, Russland.
Fotograf: Lutz Geißler
Lokation: Tagebau Lisija (Fuchsberg), Lagerstätte Magnitogorsk, Südural, Russland
Breite: 53,322°
Länge: 59,120°
Aufnahmedatum: 13.08.2005
Beschreibung:
Magnitogorsk ist für die inzwischen ausgeerzte Magnetitskarnlagerstätte berühmt. Das durch überwiegend saure Plutonite verskarnte Karbonat wird außerhalb dieses Kontaktbereiches für die Hütten- und Zementindustrie abgebaut. Im Mittel- und Oberkarbon kam es im Schelfbereich der damaligen Landmasse durch biogene Ablagerungen von Kalk und der nachträglichen Dolomitisierung zur Dolomit- und später dann auch zur Calcitbildung. Diese marinen Sedimentabfolgen sind fossilienreich. Unter anderem lassen sich bis 10 cm große Lamellibranchiata und Brachiopoden finden. Mineralogisch hoch interessant sind die Calcitkristalle, die vor allem in limonitisierten Störungsbereichen auftreten und bis zu 8 cm groß werden können. Der Tagebau bietet eine Reihe verschiedener Calcitkristallformen. Dazu gehören z.B. Skalenoederzwillinge, Rhomboeder, kollomorphe Überkrustungen, trigonale Dipyramiden mit Prismenflächen und pseudohexagonale Säulen.
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