During the last weeks many newspapers, websites and blogs reported on the planned boycott of the Nature Publishing Group (NPG) by the University of California (UC). This boycott is caused by a drastic increase of subcription fees (400%) for the “Nature” journal.
Besides the flood of reports, discussions and comments related to this topic, the following statement seems to be the most important in the whole debate about the traditional publication system in sciences:
In many ways it doesn’t matter where the work’s published, because scientists will be able to find it [...]
The statement has been made by Keith Yamamoto, professor of molecular biology and executive vice dean of the School of Medicine at UC-San Francisco. He is organizing the boycott against NPG and has experience with that. Some years ago he organized a similar and successful boycott against Elsevier.
The most important aspect to think about concerning the recent boycott is: do the scientists need the traditional scientific journals? In times of fast and always accessible possibilities for publishing own articles the role of conventional journals like Nature, Science, but also more topic-specialized journals, could decrease. Yamamoto and others want their colleagues to:
- Decline to peer review manuscripts for journals from the Nature Publishing Group.
- Resign from Nature Publishing Group editorial and advisory boards.
- Cease to submit papers to the Nature Publishing Group.
- Refrain from advertising any open or new UC positions in Nature Publishing Group journals.
- Talk widely about Nature Publishing Group pricing tactics and business strategies with colleagues outside UC, and encourage sympathy actions such as those listed above.
It seems quite crazy: the science pays money for journals, which publish the science results with the unpayed help of these scientists working as peer-reviewers, in the editorial and advisory boards. Thus, the science pays twice: it pays the scientists for their work for the publishers and it pays for receiving the own results in a jorunal. That there seems to be something wrong is marked by the increasing popularity of open-access journals. The PLoS-initiative is a interesting beginning of a revolution of scientific publishing.
So I hope the boycott by UC will be successful. By the way: it would be more successful, if NPG insists on the fee increase. In such a case, the open-access initiative would spread more rapidly in the scientific community, I think.
(via In Terras Veritas)

Tags: boycott, Boykott, Nature, Nature Publishing Group, open access, Petition, PLoS, University of California
Es spricht inzwischen wirklich einiges für einen Umbau des wissenschaftlichen Publikationssystems in Richtung Open Access – auch hierzulande ist es angesichts der wirtschaftlichen Probleme kaum noch nachvollziehbar, wenn staatlich finanzierte Forschung den Verlagen kostenfrei zur Verfügung gestellt und hinterher über die Bibliotheken von Unis und FHs mit Steuergeldern wieder “zurückgekauft” wird.
Erfreulicherweise existieren ja inzwischen auch im deutschsprachigen Bereich Möglichkeiten des OA-Publishings (z.B. http://www.nachwuchswissenschaftler.org), leider werden diese aber weniger stark nachgefragt, als es wünschenswert wäre. Noch ist es eben einfach reizvoller, in “namhaften” Publikationen zu veröffentlichen – aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich das irgendwann ändert. Die Wahrscheinlichkeit, gelesen und vor allem auch zitiert zu werden, ist bei Open Access jedenfalls schon mal deutlich höher…
Ich bin auch davon Überzeugt, dass sich das Open Access-Prinzip weiter durchsetzen wird. Die Vorteile für die Wissenschaft sind einfach evident (http://open-access.net/de/allgemeines/gruende_und_vorbehalte/gruende_fuer_oa/).
Wird arbeiten seit Anfang 2009 daran über ein universitäres Ausgründungsprojekt (http://www.geozon.net) entsprechende Publikations-Services speziell für die Geo- und Umweltwissenschaften aufzubauen. Die Deutsche Quartärvereinigung (http://www.deuqua.org) hat bereits den Schritt gewagt und wird ihr traditionsreiches Journal “Eiszeitalter und Gegenwart” mit der kommenden Nummer erstmals als unter dem Open Access-Paradigma publizieren. Im Verzeichnis der Open Access-Journals (http://www.doaj.org/doaj?func=subject&cpid=78) steigt die Anzahl der geowissenschaftlichen Titel beständig an – und auch GeoLeo (http://www.geo-leo.de), das fachliche Repository, hat für August eine Weiterentwicklung seiner eDocs angeküdigt.
Die Geowissenschaften sind eindeutig auf dem Weg hin zum Open Access-Publishing.
Korrekter Link für GeoLeo (http://www.geo-leo.de) mit Bindestrich.
Ich habe den Link korrigiert.
Es freut mich, dass das Thema Open Access hier diskutiert wird. Vielleicht findet sich unter den Lesern von Geoberg ja einer, der eine Gastherausgeberschaft übernehmen möchte, damit wir einmal eine Ausgabe mit Schwerpunkt Geologie herausbringen können. Einen Redakteur für Geologie könnten wir auch noch gebrauchen. Wer Interesse hat: Mail an editor@nachwuchswissenschaftler.org
Viele Grüße,
Wilfried Honekamp
Herausgeber der Zeitschrift für Nachwuchswissenschaftler
Open Access wäre auch für ” NICHT GEOLOGEN ” also den Otto Normal Nutzer von Georesourcen, eine Möglichkeit sich über die Herkunft seiner gekauften Produckte zu Informieren.
Ich habe vor ca. Zwei Wochen einen Bauherrn gehabt,welcher sich sehr für die Herkunft seiner Natursteinmauer ( Devonischer Diabas ) Interressiert hatte. Da ich zwischen dem Versetzen der Steine und der Anlieferung derselben etwas Zeit hatte, habe ich ihm die Herkunft und die Enstehung der Steine etwas genauer erläutert. ( Hat schon einmal jemand einem nicht Geologisch Vorgebildeten, Computer benutzenden, eine Exkursion als Urlaub in Antalya verstehenden Bankvorstand, versucht zu erklären wo seine Natursteinmauer herstammt ? ) Mein Bauherr hat sich nach einigem Strinrunzeln und nach gefühlten 250 mal ( HÄ ?, WAS ? Devon ? DA LEBTEN DOCH DIE DINOSAURIER ? ) als ein gelehriger Schüler erwiesen und nach einigen Hinweisen auf Hessische Geotope in Sachen Geologie ( Felsenmeer im Odenwald, Vogelsberg, u.a. ) bereit erklärt seinen nächsten Urlaub in Heimischen Gefilden zu verbringen. Kann es leider nicht überprüfen, aber vielleicht werde ich ihn einmal bei meinen Exkursionen zu Gesicht bekommen.
Wobei ich einmal wieder beim leidigen Thema wäre : Geowissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit.
Es muss noch viel getan werden. Und es bleibt auch noch viel zu tun.