Im Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen in Herdorf-Sassenroth findet vom 27.08.2011 bis zum 15.12.2011 eine Ausstellung zu einem interessanten Thema der Technikgeschichte statt. Im Jahr 1840 wurde auf der Stahlsteingrube Guldenhardt bei Herdorf-Dermbach eine sich selbst regulierende Wassersäulenmaschine in Betrieb genommen, entworfen von dem “technischen Universalgenie” Carl Ludwig Althans. Sie erreichte einen Wirkungsgrad von 76,7% und gewährleistete 30 Jahre lang die Wasserhaltung des Bergwerks bis 50 m unter der Talsohle. Die Wassersäulenmaschine ist durch zahlreiche erhalten gebliebene Pläne und Beschreibungen dokumentiert und wurde von dem Architekten Carsten Trojan auf dieser Grundlage digital rekonstruiert. Beeindruckende 3D-Animationen zeigen die Maschine in ihrem Kontext, ein Siegerländer Bergwerk im 19. Jahrhundert an der Schwelle zur Industrialisierung. (weiterlesen …)
Archiv für die Kategorie ‘Bergbau’
Die Wassersäulenmaschine der Grube Guldenhardt
Montag, 05. September 2011Snowden Bergbau-Fotowettbewerb: Online-Abstimmung gestartet
Montag, 02. August 2010Die Konkurrenz war hart, die Jury hat eine schwierige Entscheidung zu fällen gehabt. Obwohl meine eingereichten Fotos nicht auf das Siegertreppchen geklettert sind, besteht noch eine Chance während der Online-Abstimmung, zu der ich meine Leser gern einladen möchte. Ab 1. August können Sie auf der Snowden-Website über ihren Bergbaufoto-Favoriten abstimmen.
Nachtrag: offenbar bin ich zu voreilig gewesen… meine Fotos sind nicht in der Online-Abstimmung dabei. Das sollte Sie aber dennoch nicht von der Stimmenvergabe abhalten.
Abstimmung beendet: 3 Favoriten auf dem Weg zum Wettbewerb
Sonntag, 27. Juni 2010Zunächst herzlichen Dank allen, die sich an der Entscheidungsfindung beteiligt haben. Aus 14 Fotografien galt es die 3 besten herauszusuchen, um sie zum Snowden-Fotowettbewerb einzusenden. Eindeutig ist die Entscheidung nicht ausgefallen. Je nach dem welche Auswertung man zu Grunde legt, liegen verschiedene Fotos an der Spitze:
- die ersten drei Plätze in der Kategorie “1. Platz”: Fotos 3, 8, 4
- der erste Platz in jeder Kategorie (“1. Platz” bis “3. Platz”): Fotos 3, 12, 14
- die drei insgesamt bestbewertesten Fotos (unabhängig von der Bewertungkategorie): Fotos 8, 14, 4 (weiterlesen …)
Stimmen Sie ab: welche 3 Fotos sind Ihre Favoriten?
Sonntag, 20. Juni 2010Am 30. Juni endet die Einreichungsfrist für den Snowden-Fotowettbewerb, an dem ich mich wieder beteiligen möchte. Ich habe eine Menge an Fotos aussortiert und bin nun bei einigen wenigen Fotos, die in die engste Auswahl gekommen sind. Um mir die Entscheidung leichter zu machen, welche 3 Fotos ich zum Wettbewerb einsende, frage ich einfach Sie, die Leser von geoberg.de – welche 3 Fotos sind Ihre Favoriten?
HIER GEHT’S ZUR ABSTIMMUNG…
Schreiben Sie einfach die drei Fotonummern, beginnend mit Ihrem Platz 1, in das Kommentarfeld am Ende der Seite. Ich bin gespannt auf Ihre Meinungen. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn Sie Bekannte, Freunde und Kollegen zur Abstimmung auf diese Seite hier verweisen könnten. Vielen Dank! Als kleine Belohnung lose ich unter allen Abstimmenden eine Person aus, die das am besten bewertete Foto im A4-Papierformat zugesandt bekommt. Ich setze mich per E-Mail mit dem Sieger in Verbindung.
Im letzten und vorletzten Jahr hat es leider nicht zu einer Prämierung im Snowden-Wettbewerb gereicht, aber immerhin wurden meine Fotos in jedem Jahr nachdrücklich empfohlen und waren Teil einer internationalen Ausstellung des Wettbewerbs.
Die Abstimmung endet am Samstag, 26.06.2010.
Reime zum Arbeitsschutz im Bergbau
Samstag, 12. Juni 2010Einleitung
Viele, wenn nicht sogar alle Arbeitsplätze, sind auf ein Mindestmaß an Arbeitsschutz angewiesen. Zum einen der Arbeiter und deren Gesundheit wegen, zum anderen aber auch aus finanziellen und den Arbeitsprozess behindernden Gründen.
Vor allem aber im Bergbau sind Arbeitsschutzmaßnahmen zwingend erforderlich, da untertage besondere Arbeitsbedingungen herrschen.
Da der Mensch einen Hang zur Faulheit bzw. zum Abkürzen bestimmter Prozesse hat, werden oft auch Vorschriften missachtet oder wieder vergessen. Wohl auch aus diesem Grund sind viele Vorschriften und Sicherheitsvorkehrungen in Reime gefasst worden. Solch ein Reim prägt sich schnell ein und heitert den Ernst der Vorschrift ein wenig auf. (weiterlesen …)
Oberbergrat Friedrich Wilhelm Graf von Reden
Samstag, 12. Juni 2010Von Ulrich Haag
Der Mann über den hier berichtet wird, ist wenig bekannt und doch ist er eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Bergbau- und Hüttengeschichte Preußens gewesen.
Friedrich Wilhelm von Reden wurde am 23. März 1752 als Sohn des Kgl. Großbritannischen und Kurfürstlich Braunschweigisch-Lüneburgischen Hofrats Johann Ernst Wilhelm von Reden auf dem Redenhof in Hameln geboren. Der damals knapp 16-jährige entschloss sich, bei seinem Onkel Claus Friedrich von Reden, dem als Berghauptmann die Bergwerke des Oberharzes unterstanden, eine Berglehre zu machen und bezog als 18-jähriger die Universität Göttingen, um Jura und Naturwissenschaften zu studieren. lm Alter von 21 Jahren legte er sein erstes juristisches Staatsexamen ab und ein reichliches Jahr später, 1774, das zweite. (weiterlesen …)
Johanngeorgenstadt
Samstag, 12. Juni 2010Von Frank Teller
Über Jahrhunderte prägte der Bergbau Geschichte, wirtschaftliche Entwicklung und letztlich das heutige Erscheinungsbild von Johanngeorgenstadt. Bereits vor 1530 ist in der Umgebung der späteren Stadt Zinn- und Eisenbergbau belegt. Nach dem 30-jährigen Krieg flüchteten Tausende böhmischer Protestanten vor der Gegenreformation nach Sachsen, darunter auch etwa 30 Familien aus der benachbarten Bergstadt Platten. Am 23. Februar 1654 erlaubte ihnen der sächsische Kurfürst Johann Georg I. die Gründung einer Stadt am Fastenberg, die seinen Namen erhielt. (weiterlesen …)
Erzgebirgische Bergbaugeschichte
Samstag, 12. Juni 2010Wie alles begann … (12.-15. Jh.)
Schon 1168 wurde der Überlieferung nach das erste Silbererz im Meißner Land, nahe dem heutigen Freiberg, gefunden. Angeblich sollen Fuhrleute während ihrer Reise auf dem tief eingegrabenen Fuhrweg ein Stück Silbererz gefunden haben. Allerdings ist nicht bekannt, ob das erste Erz tatsächlich durch Zufall entdeckt wurde oder ob man gezielt danach suchte.
Natürlich sprach sich die Nachricht über einen Silberfund sehr schnell herum. Und da die wirtschaftlichen Verhältnisse unter der “normalen” Bevölkerung alles andere als gut waren, beschlossen viele Männer mit ihren Familien in das damals noch unbekannte und unbenannte Gebirge zu ziehen und dort ihr Glück zu versuchen. Verständlicherweise gab es nur sehr wenige “Fachleute” unter den Neusiedlern, sodass sich der Erfolg beim Erzabbau nicht so recht einstellen wollte. (weiterlesen …)
Der Pferdegöpel in Johanngeorgenstadt
Samstag, 12. Juni 2010Von Frank Teller
Geschichte der Johanngeorgenstädter Pferdegöpel
In der 1654 gegründeten Bergstadt Johanngeorgenstadt konnten zunächst die oberflächennahen Silbervorkommen noch ohne größeren Aufwand abgebaut werden. Bergbauliche Maschinen zur Wasserhaltung und Förderung kamen ab 1690 auf, wobei die Nutzung der Wasserkraft dominierte. Es entstanden jedoch auch drei Pferdegöpel. (weiterlesen …)
Altbergbau in Afrika
Samstag, 12. Juni 2010Von Thomas Krassmann
Einführung
Altbergbau in Afrika – dieses Thema erscheint offensichtlich zunächst vielen Menschen seltsam oder gar abwegig. Als der Autor gefragt wurde, ob er für den 3. Montanhistorischen Workshop in Freiberg 2000 einen Vortrag halten wolle und er das Thema “Altbergbau in Afrika” vorschlug, erntete er zunächst ungläubiges Staunen und dann die Frage “Gibt es denn dort überhaupt alten Bergbau ?”. Nun – es gibt ihn an vielerlei Stellen und in vielerlei Form. (weiterlesen …)