Von Silvio Janetz
Als ich in die Sahara kam, begriff ich, dass ich die wahre Wüste bereits hinter mir gelassen hatte. Paris ist für das Herz oft eine Wüste, schreibt Albert Camus. Nicht umsonst fegen die Sandstürme über die Alpen hinweg, um die Straßen und Plätze Europas mit feinem Wüstenstaub zu bedecken. Und ich verstand diesen Satz nie besser als in dem Augenblick als die beiden Toyotas Djanet, die kleine Oasenstadt im Südosten Algeriens, verlassen hatten, um in die unendlich reichen Sandmeere und Felsformationen der Sahara einzutauchen. Die südliche Hoggar-Umfahrung von Djanet über den Erg d´Admer, das Oued Tadant und das Tassili-n-Ahaggar bis nach Tamanrasset zählt zu den landschaftlich reizvollsten, aber auch einsamsten Pisten der algerischen Sahara. Besonders beeindruckend war für mich die Lebendigkeit der Wüste. (weiterlesen …)