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Archiv für die Kategorie ‘Im Gelände’

Buntsandstein-Aufschlüsse im Orlatal des Thüringer Beckens

Freitag, 11. Juni 2010

Von Silvio Janetz

Sandgrube Kleindembach

In der Sandgrube Kleindembach etwa 5 km nördlich von Pössneck sind die teilweise unverfestigten und tonigen Sandsteine des Unteren Buntsandsteins aufgeschlossen. Die Schichten werden der Nordhausen-Folge zugeordnet. Die laminierten weiß-grau bis rötlichen, mittel- grobkörnigen Sandsteine (54,7 % SiO2), die vereinzelt Tonsteinlagen erkennen lassen (11,8% Ton), wurden wegen ihres Feldspatgehaltes von 33,5% als Rohstoff für die Porzellanindustrie der Umgebung abgebaut. (weiterlesen …)

Von Wöltingerode zum Muschelkalkkamm – Der Harly

Freitag, 11. Juni 2010

Von Friedhart Knolle

BUND-Kreisgruppe Goslar (Hrsg., 2008): Von Wöltingerode zum Muschelkalkkamm – Der Harly. – Goslar [Redaktion: F. KNOLLE]

Broschüre zum Download (5,2 MB)

Der nordwestlich von Vienenburg am Nordrand der Klassischen Quadratmeile der Geologie gelegene Höhenzug des Harly ist aus geologischer und naturkundlicher Hinsicht bemerkenswert. Der halotektonisch gebildete Schmalsattel des Harly verläuft etwa parallel zum Harz. Im Westteil ist durch des Aufstieg des Salzes und die damit verbundene Heraushebung eine mesozoische Abfolge vom Unteren Buntsandstein bis zum Oberen Muschelkalk aufgeschlossen. (weiterlesen …)

Naturkundlich-geologische Erlebnispfade am Butterberg

Freitag, 11. Juni 2010

Von Friedhart Knolle

BUND-Kreisgruppe Goslar (Hrsg., 2007): Naturkundlich-geologische Erlebnispfade am Butterberg. – FEMO-Erlebnisführer 14, Goslar [Autoren: F. KNOLLE, A. SCHEEL, V. SCHADACH, R. SCHULZ & S. SEIFARTH]

Broschüre zum Download (2,8 MB)

Die Broschüre gibt auf 30 Seiten einen populärgeologischen Überblick des Butterberges bei Bad Harzburg, der mit seiner Härtlingsrippe aus steilstehenden Kalkstandsteinen der Sudmerberg-Formation des Mittleren Santon Teil der Nordharzrand-Aufrichtungszone ist und des Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen ist. (weiterlesen …)

Der Harz, Alexander von Humboldt und die “Klassische Quadratmeile der Geologie”

Freitag, 11. Juni 2010

Von Friedhart Knolle

Der Harz hat stets wie kaum ein zweites deutsches Mittelgebirge das geologisch interessierte Publikum angezogen. Nicht umsonst gilt der nordwestliche Nordharzrand als die “Klassische Geologische Quadratmeile Deutschlands”, wenn auch in der Literatur hin und wieder andere Gebiete wie der Raum Osnabrück oder Teile Süddeutschlands ebenfalls als “Klassische Geologische Quadratmeilen” bezeichnet wurden.

“Es giebt in ganz Europa, vielleicht auf der ganzen Erde, kein Gebirge, welches auf so kleinem Raume eine so große Mannigfaltigkeit von Gesteinen aufweisen kann, wie der Harz”, urteilte A. v. Groddeck 1871 in der Einleitung zu seinem Abriss der Geognosie des Harzes (Zitat nach Behme 1903). (weiterlesen …)

Die deutsche Ost- und Nordseeküste aus geologischer Sicht

Freitag, 11. Juni 2010

Vorwort

Der vorliegende Bericht basiert auf einer 10-tägigen Exkursion, die an die deutsche Ost- und Nordseeküste führte. Unter besonderer Berücksichtigung der Geologie mit ihren Teilgebieten Geomorphologie und Geodynamik richtete sich dabei das Augenmerk auf das Werden und Vergehen der Küsten Deutschlands.

Ganz normal ist es, dass in 10 Tagen keinesfalls die komplette Küste, geschweige denn auch nur ein Bruchteil der geologisch wichtigen Standorte besichtigt und erkundet werden kann. Schon allein für die unglaublich vielfältige Insel Rügen reichen 10 Tage nicht aus. (weiterlesen …)

Geologie des Dörenbergs

Freitag, 11. Juni 2010

Von Horst Grebing

Die Geschichte über den Dörenberg und seine Geologie beginnt mit Bischof Benno II. (geb. 1021/22, gest. 27.07.1088): er selber soll am Dörenberg nach einem geeigneten Steinbruch für den Klosterbau im Jahre 1080 gesucht haben. Damit begann der Abbau von Sandsteinen – auch für zahlreiche weitere Bauten der Umgebung – im Dörenberg. So ließ z.B. auch Fürstbischof Philipp-Sigismund 1595 die Schloßmühle aus Sandsteinen des Dörenbergs erbauen. Abt Adolph Hane berichtet über den Klosterbau der Jahre 1750 – 1755: “Die hohen Berge daselbst gewähren uns reiche Steinbrüche, …” (weiterlesen …)

Das Rote Loch im Teutoburger Wald

Freitag, 11. Juni 2010

Von Horst Grebing

An der Bundesstrasse 51 (Osnabrücker Straße) in Bad Iburg (Teutoburger Wald), 375 m nordnordöstlich vom Gasthaus “Zum Dörenberg” (Inh.: H. Bäumker), befand sich früher eine sehr tiefe Schlucht – diese wurde bzw. wird als “Rotes Loch” bezeichnet. Auf die Namensgebung weist ein in unmittelbarer Nähe stehendes Schild hin, auf dem zu lesen ist, daß der Name darauf zurückzuführen ist, daß man wegen des Ausflusses von rotem Wasser hier Erz vermutete. (weiterlesen …)

Biostratigraphie und Paläoökologie des Unterkimmeridgium im unteren Steinbruch von Ludwag (Frankenalb)

Freitag, 11. Juni 2010

Von Silvio Janetz

Einleitung

Die Kalksteinbrüche der Fa. Schmaus in Ludwag befinden sich im Bereich der Fränkischen Alb, etwa 20 km östlich von Bamberg. Im unteren Steinbruch ist die Kalk-Mergel-Wechsellagerung aufgeschlossen, die die Schichtfolge des Weißjura beta bis gamma umfasst. Der obere auflässige Steinbruch repräsentiert die festen und massigen Kalksteine früherer Riffkomplexe. Im oberen Jura (Kimmeridgium) erstreckte sich über weite Teile Europas ein ausgedehntes Schelfmeer, in denen zahlreiche Inseln gute Bedingungen für ein Wachstum von mittelgroßen Riffen boten. Als riffbildende Organismen konnten Schwämme und Algen nachgewiesen werden. (weiterlesen …)

Steine auf der Schmugglerpiste. Impressionen aus der algerischen Wüste

Freitag, 11. Juni 2010

Von Silvio Janetz

Als ich in die Sahara kam, begriff ich, dass ich die wahre Wüste bereits hinter mir gelassen hatte. Paris ist für das Herz oft eine Wüste, schreibt Albert Camus. Nicht umsonst fegen die Sandstürme über die Alpen hinweg, um die Straßen und Plätze Europas mit feinem Wüstenstaub zu bedecken. Und ich verstand diesen Satz nie besser als in dem Augenblick als die beiden Toyotas Djanet, die kleine Oasenstadt im Südosten Algeriens, verlassen hatten, um in die unendlich reichen Sandmeere und Felsformationen der Sahara einzutauchen. Die südliche Hoggar-Umfahrung von Djanet über den Erg d´Admer, das Oued Tadant und das Tassili-n-Ahaggar bis nach Tamanrasset zählt zu den landschaftlich reizvollsten, aber auch einsamsten Pisten der algerischen Sahara. Besonders beeindruckend war für mich die Lebendigkeit der Wüste. (weiterlesen …)

Die Wiege der Armut

Freitag, 11. Juni 2010

Von Stefan Höntzsch

Im Zuge verschiedener geologischer sowie geoökologischer Fragestellungen verschlug es 17 Studenten und Dozenten der TU Bergakademie Freiberg unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Gloaguen in der Zeit vom 20.09. bis 11.10./18.10.2004 nach Äthiopien. Die dort verfolgten Arbeiten gingen vor allem auf die Aktivität des Afrikanischen Grabenbruchs zurück, in welchem sich auch die sogenannte “Wiege der Menschheit” befindet.
Die wissenschaftlichen Tätigkeiten konnten allerdings nicht von den beängstigenden Zuständen im Land am Horn von Afrika ablenken. (weiterlesen …)

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