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Mit ‘Geologie’ getaggte Artikel

Cutler: Die Muschel auf dem Berg

Freitag, 11. Juni 2010

Von Christoph Lenz

Seit dem Erscheinen in Deutschland im Februar 2004 hält sich Alan Cutlers jüngstes Werk “Die Muschel auf dem Berg. Über Nicolaus Steno und die Anfänge der Geologie” schon über Monate in den Top10 der deutschen populärwissenschaftlichen Bestseller (Stand: September 2004). Auch in seinem Heimatland den USA überzeugte Cutler mit der lebendigen Widerauferstehung des dänischen Anatom und Begründer der Geologie Nicolaus Steno (1638-1686). (weiterlesen …)

Vinx: Gesteinsbestimmung im Gelände

Freitag, 11. Juni 2010

Das in erster Auflage im Jahr 2005 erschienene, 439 Seiten starke Buch von Roland Vinx, hat zum Ziel, eine “Lücke zwischen Lehrbüchern der Petrografie sowie Petrologie einerseits und Gesteins- und Mineralienführern andererseits” zu schließen. Ob dies gelungen ist, soll am Ende dieser Rezension beurteilt werden. Das Buch ist inhaltlich logisch in drei Bereiche gegliedert: Allgemeine methodische Grundlagen zur Geländearbeit und zu den Gesteinsgruppen, knapp 100 Seiten zu gesteinsbildenden Mineralen, denen der Hauptteil des Buches zu den verschiedenen Gesteinsarten folgt. (weiterlesen …)

Erklärung zum Sonntag: Des Geologen Liebe zum Bier

Sonntag, 21. Februar 2010

Keine Neuigkeit, aber sehr interessant zu hören und zu lesen, warum Geologen und Bier nicht voneinander zu trennen sind. Besonders aufschlussreich ist die Erklärung von Daniel Jaffe (University of Washington) ab 1:58 Min.: (weiterlesen …)

Terence Hill und die Geologie

Samstag, 12. Dezember 2009

Es gibt sicher einige spannende geologische Aspekte, die man den kultigen Spaghetti-Western, aber auch den in den 1970er und 80er Jahren spielenden Filmen mit Terence Hill (Mario Girotti) und/oder Bud Spencer (Carlo Pedersoli) abgewinnen könnte. Eine direkte Verbindung zwischen Terence Hill und den Geowissenschaften besteht jedoch auf familiärer Seite: sein Bruder Odoardo Girotti ist Geologe. (weiterlesen …)

Kartenmaterial zum Unglück von Nachterstedt

Mittwoch, 22. Juli 2009

Update 12.09.2009, 16.40 Uhr: Nach einem Hinweis von Gerhard Jost vom Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (s. Kommentare unten) befinden sich, anders als die Kartenüberlagerung (s. unten) vermuten lässt, der Sportplatz und die südlich davon verlaufende Haldenstraße nicht auf Kippengelände.

Update 23.07.2009, 18 Uhr: Eintrag abgebauter Sicherheitspfeiler in Übersichtskarte

Update 24.07.2009, 22 Uhr: Kartenmaterial aktualisiert mit genaueren Umrissen der Rutschung und des Tagebaurestsees

Florian Jenn hat in seinem Blog den aus meiner Sicht ersten fachlichen Beitrag zum Unglück von Nachterstedt geliefert. Er zeigt geologisches und historisches Kartenmaterial des Tagebaus von Nachterstedt, auf dem dem Betrachter endlich eine Zuordnung der teils chaotischen medialen Fakten möglich ist. Bislang überschlagen sich die Medien mit Horrormeldungen über lebensgefährliche Braunkohlerestseen in Ostdeutschland. Zum Beispiel die ARD. Der Sender hatte gestern in den Tagesthemen Badegäste an einem Braunkohlenrestsee südlich von Leipzig suggestiv ausgefragt. Der Beginn des Beitrags impliziert bereits Gefahr:

Der Leipziger Süden zieht längst Urlauber an. Dass es hier gefährlich sein könnte, daran hat kaum einer gedacht, aber nun holt die Vergangenheit sie ein.

Eine interviewte Urlauberin gibt als Antwort auf eine im Beitrag nicht genannte Frage:

Ich weiß gar nicht, ob das hier gefährlich ist. Weiß man erst hinterher, ne.

Es fällt nicht schwer, sich die äußerst suggestive Frage des Reporters zusammenzureimen…

Wenn solche faktenlosen “Nachrichten” bereits im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen, ist abzuschätzen, was erst im Privat-TV an medialer Übertreibung gesendet wird. Jedes “Loch” in Deutschland wird mittlerweile von den Medien aufgegriffen, von teils selbst ernannten Experten per Liveschaltung bewertet und all das mit dem unterschwelligen Ziel, dem Zuschauer die scheinbar offensichtliche Gefahr solcher Restlöcher aufzuzeigen.

Florian Jenns Artikel macht noch einmal die Faktenlage deutlich. Nachterstedt ist ein besonderer Fall und kaum mit anderen Tagebaurestlöchern zu vergleichen. Die dort abgerutschte Kippe ist vor 1926 entstanden und aller Wahrscheinlichkeit nach kaum auf den sicherheitstechnischen Standards der Kippen basierend, die im letzten halben Jahrhundert in den deutschen Braunkohletagebauen angelegt wurden. Ich habe auf Grundlage von Florian Jenns Kartenmaterial einmal genauer an die Abbruchkante gezoomt (die rote Linie markiert die Rutschung und wurde relativ exakt aus Pressefotografien rekonstruiert): (weiterlesen …)

Buchtipp: Neues Buch zur Geologie Mitteleuropas

Mittwoch, 08. Juli 2009

Bereits im Oktober und Dezember letzten Jahres sind zwei umfassende Bände eines Buches erschienen, für das erst gestern eine ausführliche Pressemitteilung veröffentlicht wurde. Der Bonner Geowissenschaftler Dr. Tom McCann hat gemeinsam mit etwa 200 Kollegen ein rund 1500-seitiges Werk über die Geologie Mitteleuropas geschaffen – von der Erdentstehung bis zur Besiedlung durch den Menschen. (weiterlesen …)

Medientipp: Geobücher des Hochschulverlags der ETH Zürich

Donnerstag, 28. Mai 2009

Der Hochschulverlag der ETH Zürich bietet einige sehr interessant klingende geowissenschaftliche Bücher an. An dieser Stelle möchte ich vor allem auf drei Neuerscheinungen mit populärwissenschaftlichem Charakter hinweisen:

Alle drei Bücher sind dem Verlag nach in gut verständlicher Sprache und für Laien zugänglich geschrieben. Das muss natürlich nicht bedeuten, dass nicht auch Fachleute ihre Freude an den Exkursionen in der Geoland-Reihe oder der literarischen Verfolgung der Alpenentstehung haben werden. Die Buchbeschreibung des Verlags hat mich zumindest neugierig gemacht. Wenn es bereits unter Ihnen, den geoberg.de-Lesern, Erfahrungen mit einem dieser Bücher gibt, würde ich mich sehr über eine Einschätzung in den Kommentaren oder per E-Mail freuen.

Medizinische Geologie

Freitag, 15. Mai 2009

An der Uni Jena, am Institut für Geowissenschaften, wurde am 1. Mai das Deutsche Büro der Internationalen Gesellschaft für Medizinische Geologie (International Medical Geology Association, IMGA) eröffnet. Die Pressemitteilung der Uni hält alle wichtigen Informationen dazu bereit.

Interessant ist, dass die Verbindung von Medizin und Geologie in Deutschland kaum bekannt oder zumindest kaum verbreitet ist. Eine Sucheingabe in Google (auch wenn das nicht immer aussagekräftig ist) bringt im Prinzip keine relevanten Treffer – bis auf die Pressemitteilung der Uni Jena. (weiterlesen …)

Zitat zum Feierabend

Mittwoch, 11. März 2009

Ralph Waldo Emerson (1803-1882):

“We learn geology the morning after the earthquake.” (Geologie lernen wir am Morgen nach dem Erdbeben.)

Gefunden bei Dave Schumaker. Weitere englischsprachige Zitate aus den Geowissenschaften finden sich bei Today in Science History.

Was kostet ein Geologie-Studium? – (M)ein Fallbeispiel

Mittwoch, 11. März 2009

Gemeinhin wird den interessierten Abiturienten gesagt, das Geologiestudium sei eines der teuersten überhaupt. Da mir bisher immer konkrete Zahlenbeispiele für diese Aussage gefehlt haben, habe ich einmal die Kosten meines (Diplom-) Studiums überschlagen. (weiterlesen …)

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