Von Christoph Lenz
Einführung
Der Begriff Lumineszenz wurde vom Lateinischen lumen = kaltes Licht abgeleitet und beruft sich auf die außergewöhnliche Leuchterscheinung unterhalb der Glühtemperatur, die mit diesem Phänomen im Zusammenhang steht. Lumineszenz begegnet uns in unserem täglichen Leben an vielen Stellen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind: Beim Einschalten der Bürolampen, beim Fernsehen oder beim Arbeiten am Computerbildschirm. Jeder der genannten Fälle hat in bedeutender Art und Weise mit Lumineszenzeigenschaften zu tun: Seltenerdmetallionen wie Eu3+ wandeln die auf den Fernsehbildschirm treffenden Elektronenstrahlen aus der Fernsehbildröhre in das sichtbare Farbbild um; die gleichen Materialien werden auch in Leuchtstoffröhren verwendet. Banknoten, Schecks, Dokumente und Markenprodukte enthalten zunehmend lumineszierende Materialen, um Originale von ihren Fälschungen zu unterscheiden. In der Klinik beim Röntgen, bei der Anwendung des Lasers im physikalischen Institut oder das Waschmittel aus dem Supermarkt. Tägliche Anwendungen kommen ohne Stoffe mit Lumineszenzeigenschaften nicht aus. Im Bereich des Unfall- und Arbeitsschutzes sorgen lang nachleuchtende Signalschilder für die richtige Orientierung in der Dunkelheit. Yttriumsilikate mit Cer, Terbium und Mangan dotiert, geben dem Zahnersatz das natürliche Aussehen (STEFFEN 2000). (weiterlesen …)