Von Benjamin Heuer
Allgemeines
Wie oft erblickt man in ehemaligen Bergbauregionen Förderwagen der Grubenbahnen: als Wegweiser zu Besucherbergwerken und Museen oder ganz profan als Pflanzkübel in so manchem Vorgarten. Der Hunt ist, nach “Schlägel und Eisen”, zu einem der verbreitetsten Symbole des Bergbaues überhaupt geworden. Die Idee zu dieser Art des Transportes des anfallenden Haufwerkes ist dabei fast so alt wie der Bergbau selbst. Durch die immer größer werdenden Förderstrecken stellte der Transport des Fördergutes die Bergleute vor immer größere logistische Probleme. Schon zu Agricolas Zeiten existierten kleine vierrädrige Karren mit Holzrädern und eisernen Beschlägen, die auch schon damals die Bezeichnung Hunt trugen. Um das Fortbewegen dieser Karren auf der Sohle zu erleichtern wurden hölzerne Bohlen verlegt. Sogenannte Spurnagelhunte stellten bereits eine Weiterentwicklung dar: Ein Dorn zwischen den Achsen des Huntes lief zwischen zwei parallel verlegten Holzbohlen und verhinderte somit ein Abgleiten des Wagens. Mit der Industrialisierung bildete sich langsam die uns heute bekannte Form heraus: Aus Stahlblech genietete oder geschweißte Wagen, ungefedert und mit eisernen Spurkränzen. (weiterlesen …)